Kommunaler Klimaschutz: gemeinsam handeln

Zum Auftakt zeigte Thomas Brose, wie das Klima-Bündnis Europa Kommunen international vernetzt und stärkt, gerade in einem schwieriger werdenden politischen Umfeld und angesichts zunehmender Extremereignisse. Anschliessend ging es um die Klimapolitik 2030 des Bundes und die mögliche stärkere Rolle des Emissionshandels, vorgestellt von Reto Burkard (BAFU). Daphné Rüfenacht vom Schweizerischen Städteverband machte deutlich: Ein Systemwechsel muss die Klimawirkung stärken. Praxisbeispiele aus Luzern, Nyon und Baden zeigten, wie Städte unter anderem bei Verkehr, Energie und Konsum handeln können.
Am Nachmittag stand nachhaltige Ernährung im Zentrum. Estelle Jacq stellte Lyons Ansätze vor, von regionalen und biologischen Lebensmitteln in Schulen bis zu Ernährungsbildung und weniger Lebensmittelverschwendung. Robert Gundlach berichtete, wie Freiburg unter anderem mit vegetarischen Schul- und Kitamenüs sowie der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren die Ernährungswende unterstützt. Ein Städte-Podium bot Gelegenheit, Erfahrungen aus Lyon, Freiburg, Genf und Basel auszutauschen. Martin Herren stellte das Förderprogramm Future Food Service vor, das die Gemeinschaftsgastronomie bei gesunden Angeboten und resiliente Lieferketten unterstützt. Ladina Schröter berichtete über die Nationale Woche gegen Food Waste, an der sich 2026 mehr als 50 Umsetzungspartner beteiligten.
Über beide Themenfelder hinweg wurde klar: Städte und Gemeinden können viel bewegen, besonders wenn sie voneinander lernen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Herzlichen Dank an alle Referierenden, Moderierenden und Teilnehmenden für den engagierten Austausch sowie an unsere Sponsoren (Kanton Bern und Stadt Bern).

